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Photo: Sebastian Lautenbach
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European Jazz Conference 2026: Die ersten zwei Tage in Köln

Der Auftakt der European Jazz Conference in Köln: Empfang im Rathaus, der erste Konferenztag mit Keynote, Panel, Diskussionsrunden und öffentlichen Showcases.

Mit dem gestrigen (24.09.2026) Empfang im Rathaus ist die 12. European Jazz Conference offiziell in Köln angekommen – zum ersten Mal findet das Treffen der europäischen Jazz- und Improvisationsszene in Deutschland statt. Über 200 Mitgliedsorganisationen des Europe Jazz Network aus 38 Ländern sind bis Sonntag in der Stadt, ausgerichtet wird die Konferenz vom EJN gemeinsam mit seinen drei Mitgliedern Stadtgarten Köln, Cologne Jazzweek und Monheim Triennale.

Empfangen wurden die Gäste von Bürgermeisterin Derya Karadag, die die Delegation um EJN-Präsidentin Karolina Juzwa begrüßte. Anschließend trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein. Bereits am Donnerstag gehörte der Abend voll der Musik. Das öffentliche Showcase-Programm startete mit Florian Herzogs Almost Natural im LOFT, gefolgt von Sera Kalos eX.II im Konzertsaal des Stadtgarten, und abgeschlossen wurde der Abend mit MALSTROM im JAKI.

Der Freitag begann mit den Willkommensreden der Organisator:innen und Gastgeber, darunter erneut Bürgermeisterin Derya Karadag. Den inhaltlichen Auftakt setzte Alexander Hawkins (UK) mit seiner Keynote „The authoritarian's trap, and the virtue of invisibility“. Er stellte die Fragen in Raum wer eigentlich wir sind und wie wir politisch Einfluss nehmen können, wenn die anderen einen gar nicht hören. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden Inhalte aus Hawkins Keynote aufgegriffen und das Motto „Who We Are, What We Stand For“ diskutiert. Die Gefahr ist da und sichtbar – die politischen und gesellschaftlichen Spannungen der Gegenwart wurden mehrfach als ernst, gegenwärtig und spürbar beschrieben. Ebenso deutlich wurde die Aufforderung, für kulturelle Vielfalt einzustehen, solange es noch möglich ist – so Shabnam Parvaresh (Artist & künstlerische Leiterin des Morgenland Festivals, IR/DE). Das Erste aber bleibt, dass man hinter dem stehen muss, was man tut.

Am Nachmittag liefen die Diskussionsgruppen. Tasha Slagtand (House of Knowledge, NL) leitete „Who's in the room? Embedding diversity through community-led practice & participation“, eine Runde, die Diversität als Frage von Macht und Teilhabe verhandelte. Weitere Gruppendiskussionen zu fairen Arbeitsbedingungen, künstlerischer Freiheit und nachhaltigen Organisationsmodellen liefen zeitgleich.

Der Abend brachte die Showcases des Tages: Mit dem Olga Reznichenko Trio im Konzertsaal des Stadtgartens wurde der musikalische Teil eingeleitet. Luise Volkmann’s CHEEL im JAKI wurde besonders intensiv und mitreißend und Zola Mennenöh's A LABOUR OF LOVE im Sartory Saal war das zarteste und emotional ansprechendste Projekt des Tages. Den Abschluss bildete Holly Schlott's Unique auch im Sartory Saal.

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