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Abgesagt: Der Literarische Salon mit David Grossmann
Foto: David Grossman © Claudio Sforza

Stadtgarten

Abgesagt: Der Literarische Salon mit David Grossmann

David Grossmann (author) Navid Kermani (Host) Guy Helminger (host) Kristian Lutze (translation)

David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, ist der bekannteste israelische Schriftsteller der Gegenwart. Nachdem er in Deutschland bereits den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegennahm, wird er am 25. September in Lübeck mit dem Thomas Mann-Preis geehrt. Im Rahmen seiner Reise wird David Grossman eine einzige weitere Veranstaltung bestreiten: in Köln! Auch wenn er in jüngster Zeit vor allem durch seine entschiedenen Stellungnahmen zum Nahostkonflikt Aufsehen erregte – unter anderem mit seiner Streitschrift „Frieden ist die einzige Option“ -, möchten wir im Literarischen Salon vor allem auf sein großartiges literarisches Gesamtwerk blicken – und auch nach seiner Verbindung zu Thomas Mann fragen. Weltberühmt wurde Grossman insbesondere mit seinem Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“, in dem er den Tod seines eigenen Sohns in den letzten Tagen des zweiten Libanon-Kriegs im Jahr 2006 verarbeitet. Für den Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ von 2016 erhielt er den International Booker Prize. Zuletzt veröffentlichte Grossman mit „Opa, warum hast du Falten?“ ein hinreißendes Kinderbuch.

In Kooperation mit MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln und Academy of International Affairs NRW.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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Weitere Termine im Stadtgarten: