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Cologne Jazzweek: Daniel Erdmann’s Thérapie De Couple
Foto: Daniel Erdmanns Therapie de Couple © Maxim François

Stadtgarten

Cologne Jazzweek: Daniel Erdmann’s Thérapie De Couple

Théo Ceccaldi (violin) Hélène Duret (clarinet) Vincent Courtois (cello) Daniel Erdmann (saxophone) Robert Lucaciu (bass) Eva Klesse (drums)

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Weil Daniel Erdmann nach seinem Studium in Berlin mehr als 20 Jahre lang in Frankreich gelebt hat, kennt der 1973 in Hannover geborene Saxofonist die Mentalität der Menschen hüben und drüben des Rheins gut und weiß Bescheid um die nicht einfachen Beziehungen zwischen den Nachbarländern. Deshalb hat er sein Sextett Thérapie de Couple (auf Deutsch: Paartherapie) genannt, mit dem er kürzlich auch ein Album mit dem augenzwinkernden Titel „I Wanna Hold your Hand, François“ veröffentlicht hat.

Deutsche und Franzosen müssen wohl therapiert werden, um sich wieder verstehen zu können. Mal im Ernst: Wer dieses Sextett mit je drei französischen und deutschen Musiker:innen live auf der Bühne erlebt, kann beobachten, wie die Streicher:innen, Holzbläser:innen und Rhythmusgruppe Kontakt zueinander suchen und zu kommunizieren beginnen, wie sie sich voneinander lösen und ad hoc in neuen Klangkombinationen zusammenkommen. Die Musik des Sextetts ist nicht nur wegen des improvisatorischen Elements in ständiger Bewegung, sondern auch wegen des Transfers zwischen den Instrumenten.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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