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Cologne Jazzweek: FIELD feat. Marc Ducret
Foto: Marc Ducret © Peter Bruun

Stadtgarten

Cologne Jazzweek: FIELD feat. Marc Ducret

Uli Kempendorff (saxophone, clarinet) Jonas Westergaard (bass) Peter Bruun (drums) Marc Ducret (guitar) Søren Kjærgaard (piano)

FIELD ist der Name eines Quartetts, dem der Berliner Saxofonist Uli Kempendorff zwar nominell vorsteht, das sich aber als eine auf Augenhöhe agierende Kooperative begreift. Jedenfalls ist es eine Band, die oftmals komplexe Strukturen und wie unüberwindbar wirkende Texturen in eine emotional dichte und eloquente Improvisationsmusik transformiert. „Windows“ ist eine sechsteilige Suite des FIELD-Schlagzeugers, dem Dänen Peter Bruun, die auf der Cologne Jazzweek ihre Uraufführung hat.
„Fenster“ sind in Bruuns Komposition metaphorisch zu verstehen, wenn die Musiker mit ihren improvisatorischen Ansätzen unterschiedliche rhythmische Perspektiven einnehmen, um das vorhandene Material zu bearbeiten und gleichzeitig durch parallele Prozesse in Bewegung zu setzen. Mit dabei ist der französische Gitarrist Marc Ducret, ein Langzeitpartner auch in Bruuns Forschungsprojekt zum Thema „Rhythmusdesign“. Mit seinem expressiv-energetischen Spiel auf der E-Gitarre fügt er diesem eingeschworenen Vierer dynamisch ausdifferenzierte Klangprozesse bei.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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