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Cologne Jazzweek: Luca Curcio – La BOMBA
Foto: Luca Curcio © Juliane Schütz

Stadtgarten

Cologne Jazzweek: Luca Curcio – La BOMBA

Asger Uttrup Nissen (saxophone) Francesco Bigoni (saxophone) Igor Osypov (guitar) Luca Curcio (bass, sample) Simon Olderskog Albertsen (drums, effects)

Zuerst lernte Luca Curcio Trompete, weil er in der Band seines norditalienischen Heimatortes mitmachen wollte. Später wechselte er dann zum Schlagzeug, bevor er mit E- und Kontrabass die Instrumente fand, die er dann auch studieren sollte – zuerst am Conservatorio G. Verdi in Turin, später am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen. 2022 zog er nach Berlin, pendelt aber seitdem ständig zwischen der deutschen und der dänischen Hauptstadt.

Diese beiden Metropolen sind auch die paneuropäischen Koordinaten seines Quintett: mit ihm am Bass und dem gleichfalls in Berlin lebenden Ukrainer Igor Osypov an der E-Gitarre, mit seinem in Kopenhagen lebenden Landsmann Francesco Bigoni am Tenor- und dem in Berlin lebenden Dänen Asger Uttrup Nissen am Altsaxofon plus dem in Kopenhagen lebenden Norweger Simon Olderskog Albertsen am Schlagzeug. Zusammen spielen sie eine Improvisationsmusik, die ganz im Hier und Jetzt verortet ist und mit ihren wie physisch wirkenden Sounds, dichten Tontrauben und zirkelnden Grooves eine Klangweile nach der anderen aufbranden lässt.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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Weitere Termine im Stadtgarten: