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Cologne Jazzweek: Teis Semey Quintet
Foto: Teis Semey Quartet © Bjørk Semey

Stadtgarten

Cologne Jazzweek: Teis Semey Quintet

Teis Semey (guitar) José Soares (saxophone) Jesse Schilderink (saxophone) Jort Terwijn (bass) Giovanni Iacovella (drums)

In seiner zweiten Heimat, den Niederlanden, nennt man Teis Semey gerne auch „the bad boy of Dutch Jazz“. Seinen Spitznamen nimmt der 1993 im dänischen Aalborg geborene und für ein Jazzstudium nach Amsterdam gezogene Gitarrist allerdings mit Humor. Selbst wenn sich seine Improvisationsmusik oftmals ruppig und roh gibt, laut und kraftmeierisch ist und mit der Haltung eines Punks gespielt wird, ein „böser Bube“ ist Semey beileibe nicht.
Im Mittelpunkt seines Quintetts stehen zwei Saxofonisten auf Alt und Tenor. Sie sind es, die sich mit warm-sonoren Sounds und einem lyrischen Melos den heiß-emotionalen Eruptionen der Rhythmusgruppe um Semey widersetzen.

Der Gitarrist und seine Musiker stehen jedenfalls für eine Improvisationshaltung, die für sie probates Mittel zur Kommunikation ist, um so zu einer echten Gemeinschaft zu werden. Semey ist in dieser Runde „Primus inter pares“, weil er als Komponist den Rahmen für die Musik setzt, um zur Basis zu werden für eine kollektive Improvisationskunst.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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