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EJC 2026 - Showcase-Programm Tag #1
Foto: Sera Kalo © Dana Schmidt

Stadtgarten

EJC 2026 - Showcase-Programm Tag #1

Sera Kalo`s eX.II: Sera Kalo (vocals, electric bass) Marius Max (saxophone, effects) Sofia Eftychidou (bass) Lukas Akintaya (drums) MALSTROM: Florian Walter (saxophone) Axel Zajac (guitar) Jo Beyer (drums)

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Im Rahmen der European Jazz Conference 2026 kommt die internationale Jazzwelt nach Köln. Über 400 Veranstalter:innen, Festivals, Labels und Branchenvertreter:innen aus ganz Europa treffen sich in der Stadt, um über die Zukunft von Jazz und improvisierter Musik zu diskutieren.

Ein Herzstück der Konferenz ist das öffentliche Showcase Festival: ausgewählte deutsche Ensembles präsentieren sich live vor internationalem Fachpublikum – und vor euch. Drei Tage lang erlebt ihr einige der spannendsten aktuellen Stimmen des deutschen Jazz in besonderen Kölner Spielstätten.

Eine seltene Gelegenheit, die Szene von morgen schon heute zu entdecken.

Showcase-Programm Tag #1
24.09.2026

22:30 - 23:00 | Konzertsaal
Sera Kalo`s eX.II

Geboren und aufgewachsen ist Sera Kalo im US-Bundesstaat Conecticut. Über New York kam sie 2009 nach Dresden in Deutschland, wo sie einige Semester Jazzgesang an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ studierte. Mittlerweile lebt sie in Berlin, die deutsche Hauptstadt mit ihrer so internationalen Künstler:innen-Szene ist für Kalo der Ort ihrer politischen Selbstfindung geworden, so wie ihr Berlin das kreative Umfeld für die Ausgestaltung ihrer eigenen Musik geworden ist. Darin vereint sie Free Jazz mit Soul und bringt ihr politisches Bewusstsein und soziales Gewissen in Verbindung mit einer leisen Poesie, um kleinste Nuancen und jedes Detail an die Oberfläche zu bringen. Jazz ist für Kalo kein musikalisches Genre. Vielmehr ist ihr Jazz eine Haltung, mit der sie die Geschehnisse um sie herum aufsaugt, um ihr direktes Umfeld zu reflektieren und in Musik zu transformieren.

23:20 - 23:50 | JAKI
MALSTROM

2010 hat Schlagzeuger Jo Beyer mit dem Gitarristen Axel Zajac und dem Tenorsaxofonisten Salim Javaid während des Musikstudiums in Osnabrück gegründet. Die Entscheidung, die Bassposition nicht zu besetzen, fiel bewusst: Man wusste, wie die Musik ohne Bass klingen muss, weil sie im Kollektiv von drei auf Augenhöhe agierenden Improvisationskünstlern gespielt werden wird. Mittlerweile ist Florian Walter Saxofonist bei Malstrom; am Konzept dieses Trios hat diese Personalie wenig geändert. Es ist kein üblicher Jazz, den die drei auf die Bühne bringen. Vielmehr ist es eine Improvisationsmusik, die sich ästhetisch aus vielen Quellen speist. Bei Malstrom darf es lautstark rocken und in brachiale Drones wechseln, die Musik darf ganz „free“ sein und zu Tontrauben verdichtet werden, auch das Melodische und Harmonische kommt nicht zu kurz. Die unaufgeregte Hybridität erklärt sich aus der Verwurzelung Malstroms im Heute.

Die Konzerte sind teilbestuhlt. Es besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.

Der Konzertsaal ist barrierefrei erreichbar | Das JAKI ist nur über eine Treppe zu erreichen und daher leider nicht barrierefrei

Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.

Weiterführender Link

Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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Weitere Termine im Stadtgarten: