Stadtgarten
EJC 2026 - Showcase-Programm Tag #2
Zola Mennenöh A LABOUR OF LOVE: Zola Mennenöh (vocals, composition) Elisabeth Klinck (viola) Emily Wittbrodt (cello) Kathrin Pechlof (harp) Gintė Preisaitė (piano, synthesizer) Phil Donkin (bass) Holly Schlott UNIQUE: Eric Leuthäuser (vocals, effects) Zuza Jasínska (vocals, effects) Julie Sassoon (piano) Benjamin Geyer (syntheziser, effects) Julius Apriadi (vibraphone) Tanja Becker (trombone) Olga Amelchenko (saxophone) Birgitta Flick (saxophone) Orlando de Boeykens (tuba) Tilo Weber (drums) Holly Schlott (band leader, composition)
TicketsIm Rahmen der European Jazz Conference 2026 kommt die internationale Jazzwelt nach Köln. Über 400 Veranstalter:innen, Festivals, Labels und Branchenvertreter:innen aus ganz Europa treffen sich in der Stadt, um über die Zukunft von Jazz und improvisierter Musik zu diskutieren.
Ein Herzstück der Konferenz ist das öffentliche Showcase Festival: ausgewählte deutsche Ensembles präsentieren sich live vor internationalem Fachpublikum – und vor euch. Drei Tage lang erlebt ihr einige der spannendsten aktuellen Stimmen des deutschen Jazz in besonderen Kölner Spielstätten.
Eine seltene Gelegenheit, die Szene von morgen schon heute zu entdecken.
Showcase-Programm Tag #2
25.09.2026
21:00 | Sartory Säle
Zola Mennenöh A LABOUR OF LOVE
Eigentlich umfasst der Begriff Soundscape (auf deutsch: Klanglandschaft) die akustische Gesamtheit eines spezifischen Ortes, mit all seinen Naturgeräuschen, Verkehrslärm und lauten wie leisen Stimmen. Diese Definition lässt sich auch nach innen kehren, um die mentale Gefasstheit von Menschen zu beschreiben. So in etwa ist die in Berlin wie in Kopenhagen lebende Sängerin und Komponistin Zola Mennenöh vorgegangen, als sie ihr Programm „A Labour of Love“ zu realisieren anfing. Um für ihre Überzeugungen einzustehen und ihrem Zorn über eine immer wilder werdende Welt um sie herum Nachdruck zu verleihen, tritt Mennenöh tatsächlich einen Schritt zurück und lässt das lyrische Timbre ihrer Stimme ebenso für sich sprechen wie den leisen Flow ihrer spoken words. Im Verbund mit den digital entwickelten Klangtexturen und einer ausdifferenzierten Dynamik der analogen Instrumente erschaffen diese imaginären Soundscapes eine mitreißende Emotionalität.
22.00 | Sartory Säle
Holly Schlott UNIQUE
Dass die Berliner Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin Holly Schlott ihr Ensemble Unique an den Start gebracht hat, ist von besonderer Bedeutung. „Musik kennt kein Geschlecht“, ist Schlott überzeugt, „aber Haltung!“ Für sie ist ihr Solist:innenensemble die Blaupause für eine Utopie: Musik funktioniert als Dialog zwischen den Insturmentalist:innen auf der Bühne und dem Publikum davor, so wie sie auch Verbindungen schafft zwischen den Generationen. Sie baut Brücken über Gräben hinweg, ist aber auch Ausdruck gelebter Identität. Unique spielt keinen klassischen Orchester-Jazz. Vielmehr liefert diese elfköpfige Band die Klangfülle für eine vielschichtige Kammermusik, wenn sie sie Gegensätze aufhebt und Widersprüche zulässt. Die Musiker:innen mögen das Melodische ebenso wie den konkreten Beat, sie wissen aber auch um die Spannung, wenn diese Parameter aufgelöst werden. Musik als Gegenentwurf zu den politischen Turbulenzen von Heute? Für Schlott und Unique passt das.
Das Konzert ist bestuhlt.
Der Konzertsaal ist barrierefrei zu erreichen.
Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.
Spielstätte:
Stadtgarten
Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.
Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.
Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.
Weitere Termine im Stadtgarten:
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Cologne Jazzweek: Composers Collective Cologne – Amsterdam Edition
Rebekka Salomea (vocals), Fuensanta (vocals/bass/composition), Heidi Bayer (trumpet/composition), Fabian Dudek (saxophone/flute/composition), Kira Linn (saxophone/bassclarinet/composition), Philipp Brämswig (guitar), Chaerin Im (piano/synth), Felix Hauptmann (keys/synth), Alessandro Fongaro (bass/electric bass/composition), Leif Berger (drums), Sun-Mi Hong (drums)
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Konzert des diesjährigen Preisträgers des Horst und Gretl Will Stipendiums: Roger Kintopf's CIPHER
Kirke Karja (piano), Felix Hauptmann (synthesizer), Roger Kintopf (bass), Philip Dornbusch (drums)
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NICA x CJW: Felix Hauptmann - YARDS & EMPATHY
Ketija Ringa-Karahona (flute), Lina Allemano (trumpet), Felix Hauptmann (piano, composition), Roger Kintopf (bass), Francisco Mela (drums)
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LudoWic
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Foggy Notion: The Necks
Chris Abrahams (piano), Tony Buck (drums), Lloyd Swanton (bass)
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zamus: unlimited | Beethoven trifft Stockhausen
Tobias Koch (fortepiano), Benjamin Kobler (piano)
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Jack Botts
Support: Jordy Maxwell
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Rodrigo Amado The Bridge
Rodrigo Amado (tenor saxophone), Alexander von Schlippenbach (piano), Ingebrig Håker Flaten (bass), Gerry Hemingway (drums)
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Ayumi Tanaka / Thomas Morgan / Thomas Strønen
Ayumi Tanaka (piano), Thomas Morgan (double bass), Thomas Strønen (drums)
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EJC 2026 - Showcase-Programm Tag #1
Sera Kalo`s eX.II: Sera Kalo (vocals, electric bass), Marius Max (saxophone, effects), Sofia Eftychidou (bass), Lukas Akintaya (drums), MALSTROM: Florian Walter (saxophone), Axel Zajac (guitar), Jo Beyer (drums)