Stadtgarten
Farewell: Nicolas Simion
Ana-Maria Jopek (vocals) Nadia Trohin (vocals) Piotr Vojtasik (trumpet) Ryan Carniaux (trumpet) Johan Hoerlen (alto saxophone) Martin Schulte (guitar) Clemens Orth (piano) Martin Gjakonovski (bass) Silvio Morger (drums) Gabriel Matei (drums) Dietrich Schlegel (moderation)
TicketsDer Saxophonist und Multiinstrumentalist, Komponist und Bandleader Nicolas Simion ist überraschend am 29. August in Braşov / Kronstadt nach einem Konzert im Alter von 67 Jahren gestorben. Nach seiner Flucht aus Rumänien nach Wien 1988 übersiedelte er 1997 nach Köln, wo er sich einen Namen in der Jazzszene als Protagonist einer bald „Balkan Jazz“ genannten eigenständigen Verschmelzung von Melodien aus dem reichen Schatz der Volksmusik Südosteuropas mit modernem Jazz erarbeitete. Unvergessen ist ein „Balkan Jazz“ betiteltes Konzert der „Nicolas Simion Group feat. Dusko Goykovich“ 1999 im Kölner Stadtgarten, das Nicolas später als Album auf seinem Label 7dreams veröffentlichte. Titel aus diesem Projekt wurden fünf Jahre später für die WDR Big Band arrangiert und mit Nicolas und einigen seiner Musiker als Solisten in einem fulminanten Konzert im großen Sendesaal des WDR aufgeführt.
Mit prominenten Gästen wie Mal Waldron, Lee Konitz oder Tomasz Stanko gab Simion unzählige Konzerte in deutschen Städten und im benachbarten Ausland sowie in Rumänien, wohin er enge familiäre und künstlerische Verbindungen pflegte. Neben seinem Hauptinstrument, dem Tenorsaxophon, beherrschte er Sopran und Bassklarinette sowie die typischen Holzblasinstrumente der balkanischen Volksmusik Tarogato, Tilinka, Kaval. Simion suchte mit seinen Kompositionen eine Brücke zur modernen Klassik eines Béla Bartók oder George Enescu zu schlagen, die beide auch aus dem reichen Fundus der Folklore des Balkans schöpften. 2015 wurde Nicolas mit dem WDR Jazzpreis ausgezeichnet.
Spielstätte:
Stadtgarten
Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.
Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.
Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.
Weitere Termine im Stadtgarten:
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Jason Moran solo
Jason Moran (piano)
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Low Down Brass Band
Support: Rhythmussportgruppe
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SONIQ meets Marie Daniels
Marie Daniels (vocals), Christina Fuchs (saxophone), Jarry Singla (piano), Ramesh Shotham (percussion)
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Gretchen Parlato Quartet
Gretchen Parlato (vocals), Alan Hampton (bass, guitar), Taylor Eigsti (piano, keys), Jonathan Barber (drums)
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Elephant9
Ståle Storløkken (keyboard, organ), Nikolai Hængsle (bass), Torstein Lofthus (drums)
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Nik Bärtsch's Ronin
Nik Bärtsch (piano), Jeremias Keller (bass), Kaspar Rast (drums), Sha (bass clarinet)
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Three Skies - Festival for Unexpected Music and Sound
Benedicte Maurseth (hardanger fiddle), Dirk Rothbrust & Jan St. Werner: (), Dirk Rothbrust (percussion), Jan St. Werner (electronic), Georg Vogel (piano, claviton)
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Three Skies - Festival for Unexpected Music and Sound
Carrier (electronic), Fred Moten & Brandon Lopez: Fred Moten (vocals), Brandon Lopez (double bass), Jon Elbaz Quartet: Jon Elbaz (piano), Matt Knoegel (saxophone), Thorbjørn Stefansson (double bass), James Paul Nadien (drums), Still House Plants: Jess Hickie-Kallenbach (vocals), Finlay Clark (guitar), David Kennedy (drums), The Handover: Ayman Asfour (violin), Aly Eissa (oud), Jonas Cambien (organ, syntheziser), Vesna Kat (vocals, acoustig guitar, syntheziser, electronics / n.n. - violin), Bobby Beethoven (dj set), Catu Diosis (dj set), Jay Mitta & Anti Vairas: Anti Vairas (voice), Jay Mitta (electronics)
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Paul Heller invites Swing Masters Vol. 2
Axel Schlosser (trumpet), Fiete Felsch (alto saxophone), Dan Gottshall (trombone, vocals), Paul Heller (tenor saxophone), Thilo Wagner (piano), Ingmar Heller (bass), Jörg Achim Keller (drums)
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Judith Hill
Judith Hill (vocals, guitar, digital grand piano), Peewee Hill (electric bass), Michiko Hill (organ, keyboard, synthesizer), Shadrack Oppong (drums)