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Fuchsthone Orchestra feat. Evi Filippou
Foto: Fuchsthone Orchestra © Volker Beushausen

Stadtgarten

Fuchsthone Orchestra feat. Evi Filippou

Christina Fuchs (bandleader, composition, conductor) Caroline Thon (bandleader, composition, conductor) Evi Filippou (percussion, vibraphone) Roger Hanschel, Julian Drach, Veit Lange, Pierre de Stefano, Kira Linn (saxophones) Simon Eckert, Matthias Knoop, Johannes Knoll, Matthias Bergmann (trumpets) Philipp Schittek, Matthias Schuller, Moritz Anthes (trombones) Wolf Schenk (basstrombone, tuba) Zuzana Leharovà (violin) Barbara Barth (voice) Laia Genc (piano) Andreas Wahl (guitar) Alex Morsey (bass) Jens Düppe (drums) Eva Pop̈plein (electronics, live samples)

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Virtuos und dringlich. So lässt sich die Musik des herausragenden 22-köpfigen „Fuchsthone Orchestra“ von Christina Fuchs und Caroline Thon beschreiben – beide erfahrene Big-Band und Ensemble-Leiterinnen, die sich 2019 zusammentaten, um in Köln ein gemeinsames Orchester zu gründen, für das sie ihre jeweiligen Kompositionen schreiben und dirigieren.

Ihr Album Peaks & Plots, mit der griechischen Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Fillipou als Gastsolistin des Orchesters, erzählt von den Ereignissen des Jahres 2025. Thematisch lassen die Stücke die unterschiedlichen Höhepunkte und Ereignisse Revue passieren. So ist Thons Savita, der deutschen Ukrainehelferin Savita Diana Wagner gewidmet, die in ihrem berührenden Front-Blogtagebuch über den Krieg schrieb und während ihres Hilfseinsatzes getötet wurde. Fuchs‘ Taksim, verwendet Field Recordings aus Istanbul, die Gesänge der Muezzin und Stadtgeräuschen bilden das Gesamtklangbild der Metropole ab.

Fuchs und Thon arbeiten mit verdichteten rhythmischen und melodischen Texturen geklöppelter Klangstrukturen, Elektronik und Live-Sampling der Computermusikerin und Klangkünstlerin Eva Pöpplein, die sie mit Big-Band-Bläser-Sätzen, Violine und Gesang zu einem Gesamtkunstwerk werden lassen.

Genre-Grenzen aufhebend bilden sich Noise-Flächen, in die virtuose Bläsersätze eintauchen, aus denen sich Soli und improvisatorische Binnenflächen herauslösen, sich bis zum Flüstern verlangsamen, um dann wieder zu einer großformatigen Klanglandschaft zu werden. Zu einer Dynamik von Stille und der Energie ausbrechender, brachialer Tutti. Meisterhaft geleitet von den beiden Dirigentinnen, als klangliche Erzählung und Nachspüren von Form und Material, von Peaks & Plots.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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Weitere Termine im Stadtgarten: