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Jason Moran solo
Foto: Jason Moran © Bolade Banjo

Stadtgarten

Jason Moran solo

Jason Moran (piano)

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Der außergewöhnliche Pianist und Komponist Jason Moran ist mit der Musik des großen Duke Ellington auf Soloreise, als Hommage, Erinnerung und Neuverortung. Wie Moran selbst sagt, habe es Jahrzehnte gedauert, bis er sich bereit gefühlt habe, die Tür zu Dukes Meisterschaft als Komponist, Bandleader und vor allem als Pianist zu öffnen. Das Ergebnis zeigt Moran auf dem Höhepunkt seines Könnens und seiner Virtuosität. Tief versunken in die historische und musikalische Bedeutung Ellingtons, dessen Werk er mit seiner eigenen künstlerischen Interpretation übersetzt. Respektvoll und mit großer Sensibilität zeigt es Moran als Meister sich tänzerisch ineinander verlaufender Melodielinien, mit denen er ein ganzes Klanguniversum erschafft. Wie ein Gemälde aus eruptiven Farbverläufen, pastos und schimmernd.

Der Pianist, Komponist und bildende Künstler Jason Moran gilt als einer der eigenwilligsten und innovativsten Musiker des amerikanischen Jazz. In einem Jahr gewann er den DownBeat Critics Poll gleich in drei Kategorien: Jazz Artist, Pianist und Jazz Album. Sein Bandwagon Trio wird vom Guardian als „eine der besten Jazzgruppen der Welt“ gefeiert. Moran hat eine beeindruckende Diskografie mit Alben auf renommierten Labels wie Blue Note und ECM vorzuweisen – sowohl unter eigenem Namen als auch in Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Archie Shepp, Charles Lloyd, Milford Graves, Paul Motian und der Sopranistin Alicia Hall Moran, seiner Lebenspartnerin.

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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