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Maik Brüggemeyer »Wie jeder weiß, ist das hier das Nirgendwo«

King Georg

Maik Brüggemeyer »Wie jeder weiß, ist das hier das Nirgendwo«

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Moderation: Wolfgang Frömberg

Eine Lesung aus der Reihe Literatur zur Zeit

Vom Ende der Pop-Utopien

Mit Ende vierzig wird Peter Justen von der Zeit und dem Leben in der großen Stadt überrollt und zurück in die Gegend seiner Herkunft geworfen. Ein ungewolltes Comeback, das im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten losgeht. Er hatte sich in der großen Stadt eine Welt aufgebaut, in der er sich wie ein Jemand fühlte. Eine Welt aus Liedern, Romanen, linker Theorie, Memoirs und Essays über Herkunft und Geschlecht, Manifesten zum Klimawandel, klugen Feuilleton-Beiträgen und langen Gesprächen über Popkultur in angesagten Bars, postdramatischen Theateraufführungen, japanischen Filmklassikern und aufrührenden Konzerten. Dazu Begegnungen mit interessanten Künstlerinnen und kuriosen Hochstaplern, narzisstisch Gestörten und anregend Größenwahnsinnigen. Nun verblasste diese Welt und er war wieder der Niemand, als der er vor langer Zeit aufgebrochen war.

»Wie jeder weiß, ist das hier das Nirgendwo« ist ein melancholisch-komischer Roman über die Versprechen der Popkultur und die Frage, ob sie diese jemals eingelöst hat.

Maik Brüggemeyer, geboren 1976 in Mettingen, aufgewachsen im Tecklenburger Land, dann ­aufgebrochen in »a bigger brighter world, a world of books and silent times in thought«. Schreibt seit 2001 unter anderem für den »Rolling Stone« über Musik, Literatur, Film und Popkultur. Er hat bisher zwei Romane und mehrere Sachbücher veröffentlicht – zuletzt »Schöner kann es gar nicht sein. The Beatles von 1957 bis 1970« ­(Reiffer, 2021), ist Herausgeber der Anthologie »Look Out Kid. Bob Dylans Lieder, unsere Geschichten« (Ullstein, 2021) und hat Robert Forsters Memoiren »Grant & I« (Heyne, 2017) ins Deutsche übersetzt.

 

Weiterführender Link

Spielstätte:

King Georg

Ein Biotop für Fußwipper und Fingerschnipper – und das mitten im schönen Agnesviertel. Das King Georg besticht seit jeher durch intime Atmosphäre und Bühnenperformances auf Augenhöhe mit den Zuschauern. Von 2008 – 2019 angesagter Indie-Treff, bieten die modernisierten Räumlichkeiten inzwischen feinste Straight-Ahead-Unterhaltung. Natürlich live – nichts ist wichtiger und schöner, als Jazz live zu hören –, und in ausgesuchten Playlists. Verantwortlich fürs Programm ist Pianist Martin Sasse. Das Motto lautet: Jazz zum Anfassen für Kenner und Neugierige.

Ob Tradition oder Innovation, klassische Moderne oder Avantgarde. Jazz ist ein spannender Austausch der Musiker untereinander und eine nie enden wollende Inspiration fürs Publikum. Und noch mehr: Jazz ist als Welt umspannender Sound ein wichtiger und anregender Dialog der Kulturen. In seinem Zentrum schwingt stets gegenseitiger Respekt. Jetzt hat auch der angesagte Straight-Ahead-Sound endlich wieder eine dauerhafte Heimat in der Domstadt.

Zahlreiche Reihen verleihen der großen Bandbreite an Kreativität im Straight-Ahead-Jazz und dem zugehörigen Lebensgefühl Ausdruck: „Female Jazz“ setzt Akzente mit weiblichen Performern, denen früher allzu oft die Rolle der Sängerinnen vorbehalten blieb, „Young Talents“ lässt den frischen Wind der jungen Generation durchs neue Interieur ziehen. Unsere hochkarätig besetze Hausband setzt im Rahmen der „King Georg Allstars“-Abende ihre eigene musikalische Duftmarke, während legendäre „Jazz Heros“ für grenzübergreifende i-Tüpfelchen sorgen. Wesentlicher Bestandteil ist auch die „King Georg Session“ – eine monatliche Jam-Session unter der Leitung von WDR-Big-Band-Trompeter Andy Haderer.

Wir alle wünschen uns nichts anderes, als dass sämtliche Gäste Helge Schneider immer wieder aufs Neue recht geben: „Jazz macht glücklich!“

In diesem Sinne: Auf geht’s! Let’s swing – beim King!

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Weitere Termine im King Georg: