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zamus: unlimited | Beethoven trifft Stockhausen
Foto: Tobias Koch, Benjamin Kobler © Artists

Stadtgarten

zamus: unlimited | Beethoven trifft Stockhausen

Tobias Koch (fortepiano) Benjamin Kobler (piano)

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Sollte man Stockhausen genauso spielen wie Beethoven? Und sollte man Beethoven genauso hören, wie man auch Stockhausen hört? Die Pianisten Tobias Koch und Benjamin Kobler finden, dass die Musik beider Komponisten nur dann wirklich lebendig wird, wenn sie so neu klingt wie bei ihrer Entstehung – ganz im Sinne der historisch informierten Aufführungspraxis. Tobias Koch spielt auf dem Hammerflügel Klavierstücke, Skizzen und Entwürfe von Beethoven, von denen viele noch nie im Konzert zu hören waren. Auf dem modernen Konzertflügel spielt Benjamin Kobler ihm gewidmete Auszüge aus Stockhausens letztem Werk „Klang – die 24 Stunden des Tages“.

Programm:
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Bagatellen, Klavierstücke, Skizzen, Entwürfe

Karlheinz Stockhausen (1928–2007)
Natürliche Dauern, aus Klang – Die 24 Stunden des Tages

Weiterführender Link

Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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