Cologne Jazzweek 2026
Urbane Räume, europäische Gegenwart, internationale Trendsetter und globale Perspektiven.
Vom 5. bis 11. September 2026 geht die Cologne Jazzweek in ihre sechste Runde und macht die ganze Stadt erneut zum Schauplatz für internationalen Jazz. Als urbanes Festival mit überregionaler Strahlkraft verbindet die Cologne Jazzweek die lokale Szene mit der europäischen Gegenwart, internationalen Trends und übersetzt gesellschaftlichen Wandel sowie neue globale Verbindungen in ein offenes musikalisches Programm.
Die Stadt wird zur Bühne. Das Festival bespielt neben etablierten Häusern wie der Kölner Philharmonie und dem Stadtgarten auch neue urbane Räume: die Klosterkirche Heilig Kreuz, das SCHOKE Klavierhaus sowie Spielstätten rund um die Aachener Straße und die Lindenstraße erweitern den akustischen Radius der Stadt.
Im Zentrum des Programms stehen in diesem Jahr zwei international anerkannte Musiker:innen. Der US-amerikanische Multiinstrumentalist Sam Gendel prägt die Festivalwoche in drei Konstellationen; vom Solokonzert über sein Duo mit Sam Amidon bis zum Trio mit Ethan Braun und Ugnė Uma. Ebenfalls als Featured Artist eingeladen ist die russische Pianistin Olga Reznichenko, die jüngst mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde und mit dem Ensemble CRUTCHES, dem Trio Parhuber sowie Solo-Programmen die Spannweite ihrer Arbeit zeigt.
Weitere Akzente setzen die lebendigen Szenen von Amsterdam und Los Angeles: Gitarrist Teis Semey und die Formation Pereseli um Bassistin und Sängerin Fuensanta bringen aktuelle Impulse aus den Niederlanden nach Köln. Auch ungewöhnliche Instrumentierungen rücken in den Fokus – Anatole Muster präsentiert das Akkordeon im Trio bei der Clubnacht in Ehrenfeld, während Kathrin Pechlof und Damian Dalla Torre der Harfe eine erweiterte klangliche Perspektive geben. Neue Programme entstehen zudem mit Luise Volkmanns genreübergreifendem Ensemble „Folk Stories" sowie sechs Konzerten des neu gegründeten, europaweit besetzten Musiker:innen-Kollektivs KROM.
Die Festivalwoche beginnt am Samstag, dem 5. September, mit einem Open-Air-Programm am Stadtgarten und einer Eröffnungsnacht im Club FI, gefolgt von einer kulturpolitischen Konferenz am Sonntag. Am Montag gastiert Avishai Cohen mit seinem Projekt Big Vicious in der Kölner Philharmonie, bevor am Dienstag große Ensembles wie das Bundesjazzorchester und das New Rotterdam Jazz Orchestra im Mittelpunkt stehen. Am Mittwoch lädt das Festival zu verschiedenen Spielorten rund um das Belgische Viertel ein, während die „Ehrenfeldnacht" am Donnerstag durch Clubs wie Artheater, YUCA, Bumann & Sohn und die LOFT Night führt. Den Abschluss bildet der Freitag im Deutschlandfunk Sendesaal, wo in Kooperation mit NICA Artist Development neue Produktionen und Uraufführungen präsentiert werden.
Verantwortet wird die inhaltliche Gestaltung von einem international besetzten Kuratorium: Yousef Hilmy (USA/Ägypten), Line Juul (Dänemark), Alfred Vogel (Österreich), Hermes Villena (Bolivien/Brasilien/Deutschland) und Janning Trumann (Deutschland) bringen unterschiedliche ästhetische Ansätze zu einem vielschichtigen Programm zusammen. Ergänzt wird die Arbeit durch Partnerschaften mit JEWLIF (Jüdisches Leben in Europa) und NICA Artist Development.
Das vollständige Programm sowie Tickets gibt es auf jazzweek.de.
Line-up: Avishai Cohen, keiyaA, Sam Gendel, Olga Reznichenko, Sam Amidon, Kalia Vandever, Peter Evans, Anushka Chkheidze, Evan Parker, GEORGE, Kathrin Pechlof Trio, Anatole Muster, Henriette Eilertsen, New Rotterdam Jazz Orchestra & Lucy Woodward, Teis Semey, Peter Bernstein Quartet, Julia Sanjurjo, Fuensanta, DaughterDaughter, Bundesjazzorchester, Farhot, Daniel Erdmann, Zola Mennenöh, Luise Volkmann, Bonecrusher, Felix Hauptmann und viele mehr.