Loft

Dejan Terzić: Axiom | Mitschnitt für den Deutschlandfunk

Silent Dancer ist das zweite CAM JAZZ-Album des preisgekrönten serbischstämmigen Schlagzeugers Dejan Terzić und seiner Stammband Axiom. Wie schon auf dem Vorgänger Prometheus mischt Terzic amerikanischen Jazz mit europäischen Folk-Formen und anderen modernen Klängen und erzeugt so einen Sound, der sich dem einfachen Vergleich entzieht, aber das Adjektiv… Axiomatisch.
Zu Terzić gesellen sich erneut der Saxophonist Chris Speed, einer der bewundernswertesten Instrumentalisten der gegenwärtigen Szene, der Pianist Bojan Zulfikarpašić, der selbst ein erfahrener Leader ist, und der Bassist Matt Penman, dessen Arbeit über Verlässlichkeit hinausgeht. Gemeinsam setzen sie Terzićs unverwechselbare Kompositionen in einem Stil um, der einzigartig und sofort wiedererkennbar ist.
Brian Morton

dejanterzic.com

…Stetig verschieben sich die Gewichte, alles fern jedes Klischees und es sind immer wieder andere musikalische Horizonte, die sich in der Musik von Dejan Terzic auftun, eine eklektizistische Stilrevue indes ist es nicht. In dieser Art ist das unerhört. Frankfurter Rundschau

…Mit ihrer perfekten Balance zwischen melodiösen und komplexeren Teilen bringen allein schon Terzics Kompositionen nie abreissende Spannungsbögen. Wie er beweisen auch seine Partner ein festes Gespür für detailscharfe Interaktionen. Der persönliche Gestaltungswille aller Beteiligten lässt Axiom weit aus der Konkurrenz herausragen. FAZ

…überwältigend spannungsreiche Inszenierung, die das Genre Contemporary Jazz neu definiert. HiFi Records

..ein frappantes Statment zur Emotionalität des Lockdowns……eindrückliches Resultat… Kulturtipp CH

Jazzalbum des Monats und eines der Jazzalben des Jahres . Bayerischer Rundfunk

…kreieren eine gemeinsame Magie die man selten zu Hören bekommt …. Jazzthing

Abstrakt, zugänglich, intelligent…. ganz grossartig zur Präzisierung ihres feinstens austarierten Zusammenspiels. Rolling Stone


Klingt so:
youtu.be/UUwN--zlXf0



Wenn Musik wieder zum Abenteuer wird … Funf Jahre ist es her, dass der Berliner Drummer Dejan Terzić mit „Prometheus“ das erste Album seiner hochkaratig besetzten Band Axiom veroffentlichte. Hochste Zeit fur einen Nachfolger. Doch als er diesen in Angriff nahm, ahnte niemand, dass beim zweiten Streich alles ganz anders werden wurde.

Es liest sich wie eine Wildwest-Geschichte mitten in Europa. Zunachst begann alles ganz normal. Terzić hatte neues Material geschrieben und trommelte seine Magnificant Four aus allen Ecken der Welt zusammen. Pianist Bojan Zulfikarpašić (auf seinen eigenen Einspielungen besser bekannt als Bojan Z.) reiste aus Frankreich an, Saxofonist Chris Speed aus Kalifornien und Bassist Matt Penman aus New York. Man probte das Material, freute sich daruber, dass der alte Bandgeist sich sogar noch verfestigt hatte, und ging auf Tour. Ein paar Konzerte in Deutschland machten den Anfang, von da aus ging es ins bosnische Banja Luka, Terzićs Geburtsstadt. Das war im Marz 2020. Deja-vu? Einen Gig spater ereilte die Band dann ein Anruf, dass ihre Konzerttermine in Italien abgesagt waren, weil ein bis dato unbekanntes Virus unter dem euphemistischen Namen Corona zugeschlagen hatte. Im italienischen Udine sollte aber das neue Album eingespielt werden. Was tun? Konnte der Bandleader unter den gegebenen Umstanden verantworten, seine Bandmitglieder an einen Corona-Hotspot zu fuhren? Man fasste sich ein Herz, stieg in Budapest in einen vollig leeren Flieger und setzte in ein ebenfalls menschenleeres Venedig uber, von wo es nach Udine weiterging.

Im Studio fuhlte sich zunachst alles ganz normal an, und doch war es keine normale Session, denn im Angesicht des drohenden Sterbens ringsum spielte die Viererbande buchstablich um ihr Leben. Eine Intensitat, die sich ohne Umwege in die Musik ubersetzt. Aufgrund der ausgefallenen Gigs konnte man sich in der Klausur des Studios mehr Zeit lassen als zunachst veranschlagt, doch der Weg zuruck aus Italien war abermals abenteuerlich. Einfach so ruber nach Ljubljana ging nicht. Man musste mit einem Bus bis an die slowenische Grenze fahren, zu Fus ruber ins Nachbarland und dort von einem anderen Bus abgeholt werden. „Wie zu Zeiten des eisernen Vorhangs“, lacht Terzić mit einigem Abstand. Einmal mehr schlagt die Kunst der aktuellen Politik ein Schnippchen.

Müsste man die Einspielungen auf „Silent Dancer“ unter ein Motto stellen, ware es wohl Spielkultur. Im Fokus aller Beteiligten bleibt immer das Ganze, und doch wird intuitiv jedes Detail, jede noch so winzige Nuance bis zur Vollkommenheit ausformuliert. Die Musiker von Axiom sind einander sehr wesensverwandt. Vier Supervirtuosen mit mehr individuellen Erfahrungen im Tornister, als sich an dieser Stelle auffuhren liesen, die ausnahmslos mit jedem My ihrer Selbstwahrnehmung im Dienste der Musik stehen. Der Schlagz

Dieser Zusammenhalt ist umso wichtiger, als die Stucke auf „Silent Dancer“ extrem unterschiedlich sind. Das Grundkonzept der meisten Stucke beruht auf Ideen, die sich an die Minimal Music im Geiste von Steve Reich bis Brandt Brauer Frick anlehnen, doch die gelebte improvisatorische Ausgestaltung tragt die einzelnen Songs in ganz unterschiedliche Richtungen, Dichtegrade und Aggregatzustande davon. Von Gelassenheit bis Wut, vom fast unhorbar wachsenden Gras bis zur Wucht eines Vulkanausbruchs ist im diversifizierten Minimalismus von Axiom fur jedes Gefuhl Platz. Aus einer Riesenauswahl von neuem Material suchte Terzić bewusst jene Stucke fur die Einspielung aus, die so unterschiedlich wie moglich anmuten, wohl wissend, dass sie von der Band in dieser Konstellation zu einem Ganzen geformt werden.

Womoglich ware Silent Dancer unter anderen auseren Umstanden ein ganz anderes Album geworden. Aber wer weis das schon?! So oder so ist die Platte ein eindringliches Statement von der Kraft der Kunst in einer Gesellschaft am Limit, die nicht nur Perspektiven offnet, sondern sich ungeachtet aller auseren Hindernisse manifestieren kann, stark und unbeirrbar.
Wolf Kampmann Berlin im Marz 2021

Informationen zu den Preisen, Karten-Reservierungen und den Öffnungszeiten hier:
www.loftkoeln.de/de/karten/


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Silent Dancer is the second CAM JAZZ album by award-winning Serbian-born drummer Dejan Terzić and his regular band Axiom. As on its predecessor Prometheus Terzic blends American jazz with European folk forms and other modern sounds, producing a sound that defies easy comparison but claims the adjective… Axiomatic.
Joining Terzić again are saxophonist Chris Speed, one of the most admired instrumentalists on the present scene, pianist Bojan Zulfikarpašić, who is himself a seasoned leader, and bassist Matt Penman, whose work goes beyond dependability. Together they realise Terzić’s distinctive compositions in a style that is unique and instantly recognisable.
Drummer-led groups are sometimes all about the drums. This one is all about the music. Silent Dancer will transport you from the very opening track.
Brian Morton

…The weights are constantly shifting, everything is far away from any cliché and there are always different musical horizons that open up in the music of Dejan Terzic, but it is not an eclectic style revue. In this way it is unheard of. Frankfurter Rundschau

…With their perfect balance between melodic and more complex parts, Terzic’s compositions alone bring never-ending arcs of tension. Like him, his partners prove to have a firm feeling for detailed interactions. The personal creative will of all involved makes Axiom stand out far above the competition. FAZ

…an overwhelmingly exciting production that redefines the genre of contemporary jazz. HiFi Records

..a striking statement on the emotionality of the lockdown……impressive result... Kulturtipp CH

Jazz album of the month and one of the jazz albums of the year. Bayrischer Rundfunk

…create a common magic that you rarely get to hear …. Jazzthing

Abstract, accessible, intelligent…. great for the precision of their finely balanced interplay. Rolling Stone

sounds liks this:
youtu.be/UUwN--zlXf0


Information about prices, ticket reservations and our opening times can be found here:
www.loftkoeln.de/en/tickets/

Besetzung

  • Chris Speed Tenorsaxophon
  • Bojan Z Piano
  • Matt Penman Bass
  • Dejan Terzic Schlagzeug & Perkussion

Konzerte in der Spielstätte

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Loft

Deutscher Jazzpreis: "Club / Spielstätte des Jahres" 2021 & 2023 one of "10 of the best jazz clubs in Europe " the guardian, 2016 "...längst hat das Loft Weltruhm erspielt" Stadtrevue, 2010 Das LOFT im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist eben genau das: ein großräumiges Loft. Seit 1989 hat die musikalische Avantgarde dort ihr Zuhause, vor allem für Jazzstudierende ist es Szenebacking und Versuchslabor ...